Fotografie beginnt mit Beobachtung
​​​​​​​Ich beobachte Licht, Form und Farbe – und jene kleinen Veränderungen innerhalb einer Situation, die meinen Blick festhalten. Oft liegt einem Bild für mich eine Harmonie zugrunde. Interessant wird sie durch etwas, das aus ihr herausfällt.
Licht. Form. Farbe.
Licht schafft Stimmung und verändert den Ort. Form gibt einem Bild Struktur und lenkt den Blick. Farbe kann eine Stimmung verstärken – manchmal erzählt gerade ihre Zurückhaltung die spannende Geschichte.
Mit der Zeit ist mir das bewusste Fotografieren immer wichtiger geworden. Die digitale Fotografie macht es leicht, viele Bilder zu machen. Auch bei mir entstanden so irgendwann Bilder, die einen Moment zeigten, mit denen ich später kaum noch etwas verband.
Es entstanden Bilder ohne Erinnerung.
Heute nehme ich mir Zeit. Ich beobachte, warte und kehre manchmal an denselben Ort zurück. Ein anderes Licht, anderes Wetter oder eine andere Jahreszeit können aus einer vertrauten Landschaft etwas vollkommen Neues machen.
Meer, Küste und Himmel begegnen mir dabei immer wieder. Mich interessiert weniger die vollständige Abbildung einer Landschaft als ihre Atmosphäre: Ausschnitte, Strukturen, Bewegung und Übergänge – manchmal ruhig und reduziert, manchmal voller Kraft.
Langzeitbelichtungen sind für mich eine Möglichkeit, diese Wahrnehmung weiterzuführen. Bewegung verändert Formen, Wasser und Wolken verlieren ihre festen Strukturen und Unwesentliches kann verschwinden.
Ich weiß nicht immer vorher, welches Bild entstehen wird. Oft beginnt es mit etwas, das meine Aufmerksamkeit festhält.
Mit Licht. Form. Farbe.
Back to Top